P A R I S – je t’aime

P A R I S – eine Stadt, in der jeder mindestens einmal gewesen sein sollte, obwohl ich ehrlich gesagt nicht glaube, dass es bei einem Mal bleiben kann. Internationale Modemetropole, eine Stadt der Reichen und Schönen, die Stadt der Liebe, natürlich nicht zu vergessen die Hauptstadt Frankreichs, sowie Schauplatz unschöner terroristischer Anschläge – vermutlich könnte man unzählige Attribute und Eigenschaften finden um Paris zu beschreiben.

Paris stand auf meiner Bucket List, das auf jeden Fall, aber es gab einige Städte, die auf dieser Liste weiter oben waren. Doch manchmal ist Spontaneität das Beste, das es gibt und so befand ich mich „plötzlich“ nach einer etwas turbulenten Landung morgens um 9:30 Uhr in Paris. 3,5 Tage um eine Stadt kennenzulernen, die mich schon nach dem ersten Nachmittag fesselte, wie ich es nicht im Vornherein erwartet hätte.

In diesem Blogpost möchte ich euch zeigen, welche Seiten ich an Paris kennen- und lieben geliebt habe, Cafés, Restaurants, Aussichtsplätze und auch ein bisschen an Do’s and Dont’s. Wir waren Anfang Januar dort, sicher nicht die idealste Zeit, deshalb steht ein Besuch im Sommer definitiv noch auf der Bucket List 🙂 Allerdings ist es in der Nebensaison wirklich total easy ein Hotel zu einem guten Preis zu finden (auch wenn man erst zwei Tage vor Anreise bucht) und man muss sich nicht mit so vielen Touristenmassen herumschlagen 🙂

1. Paris zu Fuß erkunden

Obwohl Paris mit etwa 2,2 Mio. Einwohnern natürlich eine Großstadt und Metropole darstellt, konzentriert sich der Stadtkern auf einen überschaubaren Bereich. Daher kann man Sehenswürdigkeiten und Stadtviertel wunderbar zu Fuß erkunden und dabei die Stadt und das Leben auf den Straßen auf sich wirken lassen. Natürlich empfiehlt es sich, grob zu planen, was man sich anschauen möchte und in der Nähe liegende Sehenswürdigkeiten zu kombinieren. Aber steckt auch unbedingt mal das Handy weg und lasst euch einfach treiben! Die schönsten Gassen und Straßen findet man nicht, wenn man auf schnellstem Weg von A nach B möchte 🙂

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2. Der Eiffelturm

Um den Eiffelturm zu besichtigen kann ich euch empfehlen an der Seine entlang zu spazieren und so dem Eiffelturm langsam aber sicher immer näher zu kommen. Ich liebe es immer an Flüssen entlang zu laufen und mit dem Wahrzeichen der Stadt vor den Augen, ist es noch ein bisschen schöner! Vorausgesetzt das Wetter macht mit, bei unserem Besuch mussten wir einem großen Wolkenbruch auf dem Weg entfliehen und uns unterstellen 😀

Der schönste Fotospot für ein Foto mit dem Eiffelturm vom Place du Trocadéro auf der anderen Seite der Seine aus.

Je näher man dann dem Eiffelturm kommt, desto ungemütlicher wird es eigentlich, denn von etwas Abstand konnte man nicht erkennen, was für Touristenmassen sich unter dem Eiffelturm angesammelt haben. Und dazwischen gefühlte 100 Verkäufer, die alle die gleichen hässlichen Eiffelturm-Figuren verkaufen wollen.

In wärmeren Jahreszeiten kann man den Eiffelturm auch von innen hochlaufen und dann den Ausblick von den verschiedenen Plattformen genießen. Von einer Fahrt mit dem Aufzug würde ich euch dringend abraten, wenn ihr nicht 3h anstehen wollt. 😉

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3. Das Gewusel am Arc de Triomphe auf sich wirken lassen

Vom Eiffelturm kann man wunderbar zum Arc de Triomphe laufen und auf dem Weg in der Rue Kléber einen Crêpes mitnehmen. Ich weiß leider nicht mehr genau wie der kleine Laden hieß er war jedenfalls recht weit am Anfang der Straße auf der rechten Seite 😉 An Straßen- und Touriständen kann man für Crêpes und Co. nämlich auch ein kleines Vermögen lassen, lieber in kleinen Sträßchen nach authentischen Bistros etc Ausschau halten 🙂

Der Arc de Triomphe ist wirklich ein eindrucksvolles Bauwerk, man kann auch für etwa 8€ hochlaufen/hochfahren und von oben auf die 12 ich hier vereinenden Straßen blicken. Sozusagen ein Riesenkreisverkehr 😉 Dementsprechend viele Autos sind hier unterwegs und wem seine Gesundheit am Herzen liegt, der sollte die Unterführung nehmen, um nahe an den Bogen heranzukommen und nicht über die Straße rennen. *räusper*

Vom Arc de Triomphe kann man dann die Avenue des Champs-Élysées entlang spazieren – muss man aber nicht. Internationale Geschäfte und zu viele Touris, sonst eher nicht so eindrucksvoll.

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4. Sacré-Cœur und Montmatre

Für das wunderschöne Viertel Montmartre und die Basilika Sacré-Cœur de Montmartre sollte man sich auf jeden Fall genug Zeit einplanen und seine Kamera nicht zu Hause vergessen! Mein absolutes Lieblingsviertel in Paris, welches einen aus der Großstadt in ein kleines Dörfchen mitnimmt.

Wir sind mit der U-Bahn bis „Clichy“ gefahren und sind dann den Berg in Richtung Montmartre hochgelaufen. Gefrühstückt haben wir in einer süßen Boulangerie namens „Coquelicot des Abbesses“, die für ihre Backwaren preisgekrönt ist und daneben noch super leckeres, reichhaltiges und preiswertes Frühstück anbietet.

Gut (etwas zu gut) gestärkt ging es die kleinen Sträßchen weiter nach oben in Richtung Sacré-Cœur. Am Schönsten sieht die Basilika übrigens von unten aus – also sind wir dann wieder ein bisschen nach unten gegangen, um den besten Ausblick nach oben zu haben 😉 Ist es aber wert! Sacré-Cœur ist wirklich eine wunderschöne Kirche im „Zuckerbäckerstil“, was ihr Erscheinungsbild ziemlich gut wiedergibt. Hat man den Aufstieg nach oben geschafft und dreht sich (bei gutem Wetter) dann um, kann man einen wunderschönen Blick über Paris erlangen! Uns wurde als Insider Tipp empfohlen schon früh morgens Sacré-Cœur zu besichtigen und ohne Touristen den Sonnenaufgang über der Stadt zu genießen,wenn wir irgendwann mal wieder bei wärmeren Temperaturen in Paris sind, wir das mit Sicherheit umgesetzt 🙂

Danach sind wir noch ein bisschen weiter durch Montmarte geschlendert, immer den Menschenmassen aus dem Weg und den kleinsten Gässchen hinterher.

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5. Qu’y a-t-il à manger ce soir? Fromage et vin rouge!

Auf Deutsch: Was gibt es zum Abendessen? Rotwein und Käse. Wenn man abends durch die Pariser Viertel schlendert sieht man überall Menschen, die sich noch auf ein Glas (oder ein Flasche) Rotwein treffen, Baguette, Käse und Schinken schlemmen und es sich gut gehen lassen. Und das auch unter der Woche! Das war eines der Dinge, die ich ganz wunderbar und „inspirierend“ fand, auch Anfang Januar ist in Paris abends richtig was los! Und, mal ehrlich, was gibt es denn Besseres als französischen Käse und einen guten Rotwein zusammen mit frischgebackenem Baguette?

Wir waren in zwei verschiedenen Restaurants, im „Le 17.45“ in der Rue de Dames, kann man auf einem Zettel ankreuzen, welche Käse- und Schinkensorten auswählen möchte – oder auf französich ganz einfach: „Restaurant de planches à composer“.

Restaurant Nummer 2 war ein wahrer Glücksgriff ganz in der Nähe unseres Hotels, das „Floquifil“ in der Rue de Montyon. Der Besitzer sprach nur französisch (was das Restaurant nochmal toller machte 😉 und das Interieur ist sehr gemütlich und rustikal gehalten. J’aime ça!

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6. Das jüdische Viertel Marais und die Falafel-Völlerei

So langsam nimmt dieser Blogpost schon wieder enorme Ausmaße an, wie immer wenn ich mich für irgendetwas zu sehr begeistere 😀 Aber ein paar Dinge kann ich euch nicht vorenthalten und das ist mit Sicherheit das jüdische Viertel Marais! Hier gibt es wieder viele kleine Gässchen zu bestaunen, Kunstgalerien zu besichtigen – und Falafel!

Das „L’As du Falafel“ ist berühmt-berüchtigt für seine Falafel und man soll an der Essensausgabe schon mal der ein oder anderen berühmten Persönlichkeit über den Weg laufen können. Allerdings ist es Freitag und Samstag geschlossen! Wir mussten daher auf einen anderen Falafelladen in der selben Straße ausweichen, der die Messlatte allerdings auch ziemlich hoch gelegt hat 🙂

Im Marais gibt es auch das Café „Fragments“, ein hippes Café für healthy Food, das ich ergoogelt habe und dem ich natürlich einen Besuch abstatten musste.  Leider war ich zu satt um mir das Avocadobrot mit pochiertem Ei zu bestellen, aber (wie ich auch von einigen Followern bestätigt bekommen habe) muss es der Wahnsinn sein 😉 Ich hatte hier übrigens das erste Mal einen Oatmilk Cappuccino – mein Fazit: beim nächsten Mal wieder Vollmilch. 😀

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7. Die Aussicht von den Galeries Lafayette genießen

Paris ist nicht die preisgünstigste Stadt, das spiegelt sich auch in ihren Sehenswürdigkeiten wider. Wer den Anblick über die Stadt von oben genießen möchte, der muss meistens knappe 10€ Eintritt bezahlen. Auf die Dachterasse der Galeries Lafayette kann man allerdings ganz umsonst! Man muss sich zwar kurz durch das Kaufhaus schlängeln, aber so ein bisschen durch das Kaufhaus der „Reichen und Schönen“ zu schlendern war auch nicht so übel 😉 Oben angekommen wird man wirklich mit einem tollen Ausblick über die Innenstadt belohnt und falls es im Sommer dort eine Rooftop Bar gibt, ist das mit Sicherheit ein „Must Do“ 🙂

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8. Französische Patisserie!

Mindestens ein original französisches Croissant, Pain au Chocolat und Patisserie-Törtchen muss man bei seinem Paris Aufenthalt verspeisen! Ansonsten zählt es nicht und man war nicht da 😉 Aber nachdem ihr ja auch alles zu Fuß erkunden werdet, braucht ihr ja auch ab und zu eine Stärkung.

Wer Macarons mag, der sollte unbedingt auch zu LaDurée! Favoriten sind Pistazie und Caramel Salé 🙂 Man sollte aber drauf achten, entweder alle Macarons gleich zu essen oder die Tüte dann auch mitzunehmen und nicht irgendwo stehen zu lassen. #nowordsneeded

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9. Last but not least

Der Louvre. Joa, je nach Zeit in Paris und Liebe (und Verständnis) für die Kunst eher fakultativ. Ewig lange Wartezeiten haben mir ein bisschen die Lust vermiest bevor ich vor dem ersten Gemälde stand, dazu ein andauernder Geräuschpegel, drängelnde Menschenmassen und riesige Tourigruppen. Nennt mich Kunstbanausin, aber da laufe ich lieber durch die Sträßchen und erkunde die Stadt.

Die Metro. Ideal für alle Distanzen, die ihr nicht zu Fuß machen möchtet. Wirklich super gut ausgebaut und fast jede Ecke der Stadt vernetzt. Mit einer 10-er Karte spart man je Fahrt!

Taschendieben keine Chance geben. An den großen Sehenswürdigkeiten und bei den Touristenmassen wimmelt es nur so vor Souvenirverkäufern, Rosenverkäufern und Bettlern. Passt auf euer Zeug auf! Nichts lose in die Jacken- oder Hosentasche tun und gut auf eure Tasche aufpassen!

Auch wenn 3,5 Tage ausgereicht haben um schöne Ecken von Paris zu sehen, man kann dort ganz problemlos noch viel mehr Tage verbringen! Insbesondere wenn man sich öfter von den kleinen Restaurants und Bars verführen lässt 🙂

Unten seht ihr noch eine Karte eingeblendet, in der ich euch meine Favoriten aus dem Blog markiert habe! 🙂

Ich hoffe ihr könnt meine Tipps für euren nächsten Paris Trip verwenden und ich freue mich wie immer sehr über eure Kommentare!

Eure Anna

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