Sport, Ernährung und Akne – Wo liegt der Zusammenhang?

Hallihallo ihr Lieben,

da euch die letzten Posts zum Thema Hautgesundheit und reine Haut so gut gefallen haben, gibt es heute wieder einen neuen Artikel zum Thema! Ich habe mir dieses Mal ein wenig genauer den Zusammenhang zwischen Sport, Ernährung und dem Auftreten von unreiner Haut angeschaut. Das Ganze auf wissenschaftlicher Grundlage, aber keine Angst, es wird nicht mit Fachbegriffen durch die Gegend geworfen! 😉

Lasst uns Sport und Ernährung doch mal getrennt voneinander betrachten und mit den Auswirkungen von Sport auf unsere Haut beginnen.

Im Endeffekt sind die positiven Effekte von körperlicher Betätigung auf unsere Haut ganz einfach zu verstehen,  durch den vermehrten Blutfluss werden Hautzellen auch mehr mit Nährstoffen versorgt und somit vital gehalten. So können Abfallprodukte des Zellstoffwechsels besser abtransportiert werden, man kann sich vorstellen, dass die Haut von Innen gereinigt wird.

Allerdings stimmt es nicht, dass hierdurch die Haut „entgiftet“ werde kann. Der Prozess der Entgiftung wird von der Leber übernommen!

Doch Sport kann noch mehr für unsere Haut tun und zwar indem er unseren Stresslevel reguliert und in der Lage ist Stress zu reduzieren. Und Stress ist einer der Mitübeltäter, wenn es um die Entstehung neuer Pickel geht (wie wir alle sicher schon festgestellt haben 😉

Allerdings gibt es auch ein paar Punkte zu beachten, um unsere Haut auf den Sport vorzubereiten und danach ausreichend zu pflegen.

Wer viel draußen Sport macht und sein Gesicht der Sonne exponiert, der sollte immer auf einen ausreichenden Lichtschutzfaktor achten und eine Sonnencreme verwenden, die nicht fettet und die Poren nicht verstopft. Ich benutze immer den Solar Defense Booster SPF50* von Dermalogica  (auch wenn ich keinen Sport mache übrigens ;), noch spezifischer für den Sport ist der Protection 50 Sport*, ebenfalls von Dermalogica.

Make Up kann die Poren verstopfen, wenn man darunter schwitzt, daher empfehle ich, sich vor dem Workout abzuschminken (mein Wundermittel für Gesicht UND Augen: PreCleanse* und nur eine nicht-komedogene (nicht die Poren verstopfende) Tagescreme zu verwenden, wie z.B. die Sheer Tint*.

Nach dem Training sollte das Gesicht dann von Schweiß und überschüssigem Talg gereinigt werden, welche sonst die Poren wiederum verstopfen,  und eine feuchtigkeitsspendende, ölfreie  Creme aufgetragen werden. Feuchtigkeit ist nach dem Sport besonders wichtig, um sie vor Irritationen zu schützen.

So, alles klar bisher? Dann kommen wir jetzt zur Ernährung und damit mit dem etwas komplizierteren Part. Ganz pauschal kann man sagen, dass unsere heutige „westliche Ernährung“ mit vielen verarbeiteten Kohlenhydraten, massenweise Milchprodukten (die auch stark verarbeitet sind!) und gesättigten Fettsäuren (oder noch schlimmer Transfetten) ein wahrer Feind von feinen Poren und Aprikosenhaut ist 😉

Wieso? Im Endeffekt geht es um Wachstumshormone und -faktoren, die sich auf die Porenbeschaffenheit und die Talgproduktion auswirken und eine Überwucherung von Propioni Bakterien begünstigen, die für die Entzündung verstopfter Poren verantwortlich sind.

Vorsicht, es wird kurz wissenschaftlich 😉 Durch die Aufnahme von Einfachzuckern und stark verarbeiteten Kohlenhydraten steigt unser Insulinspiegel und Wachstumsfaktoren (z.B. IGF-1) werden ausgeschüttet. Hierüber wird wiederum ein Signalweg aktiviert, der dann zu einer Herunterregulierung des Transkriptionsfaktors FOX-1 führt, der einen wichtigen Regulator der Aknebildung darstellt.

Wie schaut es denn nun mit Milchprodukten (auch Whey Protein gehört hier dazu!) aus? Milch enthält nicht nur (Milch-)Zucker, sondern auch Wachstumshormone, genauer gesagt anabole Steroide (Androgene). Denn die natürliche Funktion der Milch besteht ja darin, das Wachstum der Kälber zu stimulieren und sie mit Energie zu versorgen. Die Hormone der Milch  sind allesamt Vorstufen des sogenannten 5-Alpha-Dihydrotestosteron, der potentesten Form des Testosteron und somit ein starker Aknestimulant. Zudem wird durch erhöhte Insulin- und IGF-Spiegel auch immer die eigene Androgenproduktion angeregt.

Ernährungsempfehlungen enthalten demnach eine moderate Kalorienzufuhr, mit eingeschränktem Verzehr von verarbeiteten Kohlenhydraten, Milch, Milchproteinen (auch Whey Protein), sowie gesättigten und vor allem Trans-Fettsäuren.

Stattdessen sollte der Fokus auf einer paleo-ähnlichen Ernährung mit ausreichend Gemüse und Fisch liegen. Eventuell sollen auch mehrfach ungesättigte Omega-3 Fettsäuren supplementiert werden, wenn diese durch die Ernährung nicht ausreichend aufgenommen werden können.

Denkt aber auch daran, dass der Stresslevel genauso an der Akneentstehung beteiligt ist, stresst euch also nicht allzu sehr mit der Ernährung! Die Dosis macht das Gift 🙂

Alles klar soweit? Habt ihr noch Fragen oder Anregungen?

Ich freue mich auf eure Kommentare 🙂

Eure Anna

*Dieser Post ist in Zusammenarbeit mit Dermalogica Deutschland entstanden.

Quellen:

Danby FW. Nutrition and acne. Clin Dermatol 2010 Nov-Dec;

Reynolds RC. Lee S, Choi JY, Atkinson FS, Stockmann KS, Petocz P, Brand-Miller JC. Effect of the glycemic index of carbohydrates on Acne vulgaris. Nutrients. 2010 Oct;2

Peter Jaret. Exercise for Healthy Skin. https://www.webmd.com/skin-problems-and-treatments/acne/features/exercise#3 (05.11.2017)

Jordan Marc Sully. Does Exercise Help Acne?https://www.naturaldermatology.com/blogs/posts/65283651-exercise-does-exercise-help-acne (05.11.2017)

Melnik BC. Evidence for acne-promoting effects of milk and other insulinotropic dairy products. Nestle Nutr Workshop Ser Pediatr Program. 2011

Bildrechte: Dermalogica Deutschland

 

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