Halbmarathon 2.0 – meine Motivation, meine Ziele, mein Training

Nach meinem letzten Halbmarathon, der jetzt fast genau ein Jahr her ist, war die Luft beim Laufen sowas von raus. Fast ein halbes Jahr lang habe ich die Laufschuhe nicht mehr geschnürt. Das Training hatte mich sehr gefordert, überfordert, der Weg von der 6km Gelegenheitsläuferin zum Halbmarathon unter 1:45:00 war hart und nicht immer mit Freude verbunden. Doch, ich habe es durchgezogen und das Gefühl beim Zieleinlauf war der absolute Wahnsinn.

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Ob ich nochmal einen Halbmarathon mitlaufen würde, war mir zu dem Zeitpunkt nicht ganz klar.  Wie habe ich dennoch die Liebe zum Laufen zurück entdeckt? Das kam ganz mit der Zeit, als sich mein Körper erholt hatte und das Wetter nach dem Winter wieder besser wurde packte mich die Lust wieder die Beinchen an der frischen Luft zu vertreten. Zunächst ganz entspannt, keinerlei Zeitdruck, kurze Distanzen, nie über 10km.

Dann sprach ich mit ein paar Freundinnen über das Laufen, über Halbmarathons und Marathons und gemeinsam beschlossen wir die Anmeldung für den Dreiländer Marathon am Bodensee. Distanz Halbmarathon versteht sich. Da der Lauf aus meiner Heimatstadt startet und fast die ganze Zeit am wunderschönen Bodensee entlanggeht war ich Feuer und Flamme, ohne groß nachzudenken. Gemeinsam den Startplatz gebucht, geritzt das Ding, an der Teilnahme führt kein Weg mehr vorbei.

Nun also zur Zeit.  1:43:20 hatte die Uhr letztes Jahr angezeigt. Das gilt es also logischerweise dieses Jahr zu überbieten. Aber HALT. Halbmarathon unter 01:40:00 bedeutet eine Pace von 4:44min/km. Und das für 21,1km. Ups. Ganz schön schnell. Viel zu schnell um genau zu sein. Aber nun war es ausgeprochen. Und Rückzieher machen ist nicht. Wie wird also trainiert?

Ich habe mir im Internet einen Laufplan von Dr. Matthias Marquardt bestellt, einem Internisten und Laufspezialisten und zudem auch ein Teil der ASICS Family. Bereits für den ersten Halbmarathon hatte ich mit seinem Trainingsplan trainiert und war sehr zufrieden.

In meinem Trainingsplan wechseln sich kurze und intensive Einheiten, mit „mittelschnellen“ 8-12km Läufen und langsamen „Longruns“ ab. Zwischendurch stehen knackige Intervalle auf dem Programm, die ich dann gerne im Fitnessstudio laufe um zu garantieren, dass ich die Zeit auch wirklich halten kann.

Bei den Longruns achte ich darauf, dass ich vorher viiiel esse, leichtverdaulich, vor allem Kohlenhydrate, wtas Eiweiß und genug trinke. Denn ohne Möglichkeit zu trinken sind 20km sonst wirklich zu viel des Guten. Ich suche mir im Vornherein eine Strecke raus, die in etwa die Distanz hat die ich Laufen möchte, sodass ich gar nicht auf die Idee komme abzukürzen. Kopfhörer laden, Laufuhr laden und eine gute Playlist raussuchen. Auch Laufbuddies sind Gold wert, wenn es auf die längeren Distanzen geht. Auch, wenn man sich manchmal einfach anschweigt wenn sich alles zieht und man keine Lust mehr hat. Aber immerhin leidet jemand genauso wie man selbst 😉

Manche Einheiten gehen gut, manche laufen katastrophal. Einige Einheiten (vor allem die sehr schnellen) musste ich abbrechen, weil nichts mehr ging. Das frustriert und wirft Fragen auch wie: Wieso? Weshalb? Warum? Warum die Qual? Wieso nicht einfach Laufen so lang und schnell wie man Lust hat? Doch dann kommt der nächste gute Lauf, in dem man im Runners High dahin schwebt und die Kilometer an einem vorbeifliegen und dann ist das Blut wieder geleckt 😀

Aktuell bin ich immer noch unsicher, ob ich überhaupt an die Zeit von letztem Jahr herankommen kann. Selbst 1:45:00 ist ganz schön flott. Zweifeln ist normal, in jeder Lebenslage. Aber es bringt dich nicht nach vorne, sondern wirft dich zurück, wenn du deine Fähigkeiten in Frage stellst. Wir sind keine Maschinen, deine Form am Tag des Laufes wird vielleicht nicht 100% sein. Vielleicht ist sie aber auch 150%! Und wenn du dein Ziel verfehlst, so what! Gab schon schlimmere Schicksalsschläge mag man meinen. An manchen Tagen gebe ich mir selbst so kleine Pep Talks. Denn Laufen ist ein Hobby, welches mir unglaublich gut tut, solange ich es nicht übertreibe. Und ich möchte nicht, dass die diesjährige Vorbereitung wieder ein halbes Jahr Laufunlust hinter sich zieht.

Genau 3 Wochen sind es jetzt noch bis zum großen Tag. Ich laufe in etwa 4mal die Woche, davon sind eine intensive Einheit und ein Longrun. Als Abwechslung gehe ich zum Ballett und ins Yoga, Krafttraining steht aus Zeitgründen aktuell hinten an.

Ich hoffe euch hat der kleine Einblick in meine Vorbereitung gefallen, bei jeglichen Fragen zögert nicht mir zu schreiben 🙂

Eure Anna

2 Gedanken zu “Halbmarathon 2.0 – meine Motivation, meine Ziele, mein Training

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