Hautgesundheit: Experten Interview zum Thema „Ausreinigung“

Hallo ihr Lieben!
Wie ich euch ja schon bei Instagram erzählt habe, war ich letzte Woche bei der Kosmetik zur professionellen Ausreinigung. In Zusammenarbeit mit Dermalogica Deutschland  durfte ich mich in die geschulten Hände von Hautpflegeexpertin  Frau Susanne Westermann im Palais Beauté in München begeben.

Ich habe die Chance genutzt und ihr alle meine Fragen zum Thema „Ausreinigung“ gestellt. Vom Hautarzt wurden mir schon ab und zu medizinische Ausreinigungen verschrieben, die allerdings meistens mit einigem an Schmerz und einem verquollenen Hautbild für einige Tage verbunden war. Der moderne und sanfte Ansatz von Palais Beauté konnte mir dann aber zeigen, dass viel nicht immer auch viel bringt und dass man lieber weniger und „richtig“ behandeln sollte.

In diesem Blogpost habe ich euch nun meine ganzen Fragen zusammengefasst, ich bin sicher, für euch wird es genauso interessant wie für mich!

Wieso sollte man zur professionellen Ausreinigung gehen, wenn man Probleme mit unreiner Haut hat?

Frau Westermann: Wenn man akut mit Hautunreinheiten zu tun hat, dann herrschen die sogenannten Propioni Bakterien in der Haut vor. Wenn die Poren verstopft sind, vermehren sich diese Bakterien und die Poren und das umlegende Gewebe entzünden sich. Hier ist es wichtig, dass man die Haut zunächst mit einem Peeling öffnet und die Überverhornung abträgt. Der Talgfluss wird hiermit auch reguliert. Danach ist es wichtig abzuschätzen, ob man geschlossene oder offene Komedonen (Anm.: „Mitesser“) oder Entzündungen hat, die man dann öffnet und heraushebt oder mit weiteren Behandlungsschritten das ganze Hautbild dann peu à peu in die richtige Richtung bringt. Ganz generell ist es wichtig, sich möglichst wenig ins Gesicht zu fassen,denn die Hände sind im Alltag nie ganz hygienisch. Deshalb sollte man schauen, dass man sich unbedingt in professionelle Hände begibt.

Welche Produkte verwenden Sie zur professionellem Ausreinigung?

Frau Westermann: Bei Dermalogica ist das Wichtige und auch das Besondere, das zunächst eine ausführliche Hautanalyse durchgeführt wird (Anm.: Die Hautanalyse wird bei Dermalogica als Face Mapping® bezeichnet, wobei jede einzelne Gesichtspartie individuell beurteilt wird, um die folgende Behandlung optimal anzupassen.) Je nach Hautzustand und Hautbedürfnissen entscheide ich dann, was ich für ein Peeling verwende. Das Peeling wird aufgetragen und eingearbeitet, danach wird die Haut durchfeuchtet und erwärmt. Das Ziel hierbei ist, die Haut quellen zu lassen, damit sie für die eigentliche Ausreinigung gut vorbereitet wird. Dann wird natürlich mit Handschuhen gearbeitet und ein Kosmetiktuch über den Zeigefinger gelegt. Anschließend schaue ich manuell, welche Hautunreinheiten auszureinigen sind und diese werden dann auf möglichst sanfte Art und Weise exprimiert, das ist der Fachbegriff für das „Ausdrücken“.

Wieso sollte ich zur Ausreinigung zum Profi gehen? Kann ich das nicht alleine oder mit einer Freundin? Was passiert wenn ich es dennoch tue?

Dann kann es tatsächlich sein, dass man das Ganze nur noch schlimmer macht. Wenn man nicht die richtige Technik hat, dann kann man die Unreinheiten sogar noch tiefer in die Haut drücken. Man weiß oft gar nicht, wie tief die Entzündung liegt und dann kann es passieren, dass man umliegendes Gewebe mit einbezieht, was die Entzündung sogar noch vergrößert. Ein wichtiger Punkt, den man nicht vergessen sollte, ist, dass man häufig viel zu rabiat ist. Gegebenenfalls kommt es hier auch zu einer Narbenbildung. Man kann wirklich viel kaputt machen, wenn man nicht genau weiß was man behandeln darf und was nicht. Außerdem geht man generell häufig  viel zu unempfindsam mit sich und seiner Haut um.

Wie kann ich meine Haut gut auf eine Ausreinigung vorbereiten? Was können Sie in der Woche nach der Ausreinigung zur Hautpflege empfehlen?

Wichtig ist zunächst, dass man auf den Lichtschutzfaktor achtet. Die Haut, insbesondere die Gesichtshaut ist sehr anfällig für das Sonnenlicht. Wenn man sich direkt am nächsten Tag in die Sonne legen würde, riskiert man eine Schädigung der Haut, weil die Haut sehr viel sensibler gegenüber der Sonne und der UV-Strahlung ist. Es kann auch passieren, dass man Hyperpigmentationen, also dunkle Flecken bekommt.  Dann ist wichtig, dass man die Haut im Anschluss nicht gleich wieder peelt. Man muss der Haut die Chance geben, sich zunächst wieder zu regenerieren und  die nächstes Tage generell etwas sanfter zu behandeln. Am Besten verwendet man nicht zu warmes Wasser und sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten, also viel Wasser und ungesüßte Tees zu trinken. Wir haben mit der Ausreinigung einen Reinigungsprozess in Bewegung gesetzt, welchen wir  dadurch noch unterstützen können. Wenn man zusätzlich Produkte verwendet, die einen peelenden Effekt haben (Anm: beispielsweise Cremes mit Vitamin-A-Säure), solllte man unbedingt darauf achten, diese nach der Ausreinigung zunächst abzusetzen.

Wie oft sollte man zur Ausreinigung gehen?

Das ist natürlich abhängig vom Schweregrad, bei sehr akuten Situationen empfehle ich alle 3 Wochen zur Ausreinigung zu gehen, anonsten kann man einen Rhythmus von 4-6 Wochen beibehalten. Man sollte den Abstand aber individuell anpassen, je nachdem wie schnell sich die Haut regeneriert und wie gut sie auf die Behandlung anspricht. Bei einer Erstbehandlung fängt man in der Regel mit einem etwas sanfteren Peeling an und steigert das Ganze dann dementsprechend.

Für mich war der Besuch im Palais Beauté eine tolle Möglichkeit, um mein Wissen zum Thema Hautgesundheit, reine Haut und natürlich zur Ausreinigung zu vertiefen. Jetzt ist meine Aufgabe, die Tipps umzusetzen und meine Haut gut zu pflegen. Denn ich habe meine Haut in der Vergangenheit wirklich viel „überbehandelt“, weil ich dachte, so die Unreinheiten austrocknen zu können. Dies kann jedoch fatale Folgen für die Haut haben. Allerdings ist das nun gar nicht mehr Thema dieses Blogpostes 😀

Wenn euch der Artikel gefallen habt und ihr Interesse an weiteren Posts zum Thema habt, dann lasst es mich unbedingt wissen!

Eure Anna

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Beste Lage Münchens: der Palais Beauté

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Hautpflegeexpertin Susanne Westermann

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Vor der Behandlung habe ich einen Anamnesebogen ausgfeüllt, der sich unter anderem mit Ernärhung, Vorerkrankungen und vorausgegangenen Hautbehandlungen beschäftigt.

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Komplette Entspannung während der Behandlung.

 

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